Ursachenforschung

Wenn Sie von ungebetenen Gästen heimgesucht werden oder deren Spuren entdeckt haben, sollten Sie zunächst feststellen, ob es sich bei Ihrem Problem um Geocaching handelt.

Im Internet

Die Kernidee von Geocaches ist, daß sie im Internet veröffentlicht werden. Also ist es naheliegend, dort nachzusehen ob auf Ihrem Grundstück oder in der Nähe ein Geocache angekündigt wurde. Falls Sie zu den Leuten gehören, die sich im Internet nicht so heimisch fühlen, soltlen Sie sich einen technikbegeisterten Freund zur Unterstützung holen, weil die Prozedur nicht ganz so einfach ist.

Die bedeutendste Seiten mit Geocaches ist geocaching.com (auf Englisch). Dort sollten Sie die Suche beginnen. Daneben gibt es noch opencaching.de für Deutschland. Als erstes sollte man sich dort registrieren und einen Account unter irgendeinem Pseudonym anlegen. Alle Geocacher verstecken sich hinter einem Pseudonym - verwenden Sie keinesfalls Ihren echten Namen. Bei geocaching.com ist ein Account zwingend notwendig, um die Karten und Koordinaten zu sehen.

Im Suchformular müssen Sie den Ort eingeben, an dem Sie den Cache vermuten. Manchmal, aber leider nicht immer, funktioniert die Eingabe der Postleitzahl. Am genauesten ist eine Geokoordinate, also einer Ortsangabe in der Form N 49.26422  E 7.253036. Achten Sie darauf, daß die Koordinate standardmäßig auf W für West steht und für Deutschland auf E für Ost geändert werden muß.

Sie können Ihre Position auf verschiedene Weise herausfinden:

  • Von einem GPS Gerät ablesen
  • Auf der Website der nächstgelegenen größeren Stadt nachsehen oder sie in der Wikipedia nachschalgen, oft sind dort die Koordinaten angegeben
  • Auf der Karte von diesem Suchdienst einfach den roten Marker an die gewünschte Stelle ziehen

Als Ergebnis der Suche erhalten Sie eine Liste von Geocaches, meist nach Entfernung sortiert. Wenn Sie einen Eintrag anklicken, sehen Sie eine Beschreibung,  die Position und die Kommentare der Leute, die diesen Ort schon besucht haben. Um eine bessere Übersicht zu bekommen, wählen Sie einen beliebigen Eintrag an und klicken auf die große Karte unterhalb der Beschreibung (nur sichtbar wenn Sie eingeloggt sind). Dann erhalten Sie ein Übersichtskarte, auf der Sie die Caches in der Nähe sehen können. Mit etwas Herumklicken sollten Sie in der Lage sein, herauszufinden ob ein Cache auf ihrem Grundstück liegt. Berücksichtigen Sie, daß sogenannte Multi-Caches mehrere Stationen haben und die angegbene Position nur der Startpunkt ist. Anhand der Anzahl und Daten der Besuchereinträge können Sie prüfen, ob es zu Ihren Beobachtungen paßt.

Vor Ort

Die einfachste Methode zur Klärung ist es, den Cache selbst zu finden. Wenn er für Sie auffällig geworden ist, brauchen Sie meist kein GPS sondern können einfach dem Trampelpfad und den Wühlspuren folgen und kommen zielstrebig in die Nähe. Mit ein paar Minuten Suche müssen Sie rechnen. Geocaches liegen meist in einem Versteck wie einer Felsspalte, einer Baumwurzel, hinter Steinen etc. und sind mit Ästen, Rindenstücken oder Steinen getarnt. Manchmal werden Sie aber auch in Baumhöhlen gestopft oder irgendwo aufgehängt.

Eine andere schnelle Methode ist es, den nächsten Besuchern, die Sie mit GPS beim Verlassen des Weges beobachten, einfach zu folgen. Außer Geocachern würde das niemand tun. Beobachten Sie, wo die Geocacher fündig werden und merken Sie sich die Stelle. Beachten Sie dabei, daß Sie dabei unbemerkt bleiben müsse, denn Geocacher wollen bei ihrem Hobby nicht gesehen  werden. Wenn sie sich beobachtet fühlen, halten sich Geocacher vom Versteck fern und tun zur Ablenkung irgendetwas anderes, bis die Luft wieder rein ist.

Natürlich können Sie auch einfach mit den Leuten reden. Viele Geocacher sind freundliche und verständnisvolle Menschen, bei denen ein offenes Gespräch die beste Herangehensweise ist. Allerdings müssen Sie auch damit rechnen, auf völliges Unverständnis zu stoßen, da viele Geocacher nicht wissen oder nicht wahrhaben wollen, daß ihr Hobby leicht illegal und nur geduldet ist. Es kann Ihnen auch passieren, daß man Versucht, sie mit wilden Lügengeschichten in die Irre zu führen, das ist unter manchen Geocachern durchaus üblich, um unwissende "Muggles" vom Versteck und ihrem Hobby abzulenken oder gar von dieser Stelle zu verscheuchen um ungestört weitersuchen zu können.

Hintergrundinformation

Es kann recht interessant sein, in den einschlägigen Foren zu stöbern und zu sehen wie Geocacher argumentieren. Die größten Foren in deutscher Sprache sind Groundspeak und Geoclub. Besonders interessante Einblicke in das Rechs- bzw. Unrechtsbewußtsein finden sich zu den Themen Nachtcaches und Verlassene Orte.